| Korruption | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Aussagewert der Studie ist allerdings begrenzt. Erstens spiegelt sie nur die Wahrnehmung der Korruption, erfasst also nicht die tatsächliche Verbreitung, zweitens berücksichtigt sie weder die staatlichen Anstrengungen, Korruption einzudämmen, noch die Einstellung der Bevölkerung zur Korruption. Nach Einschätzung von Transparancy International werden 90 bis 95% der Bestechungsdelikt gar nicht erst entdeckt. Während in Russland sicherlich die weite Verbreitung der Bestechlichkeit und der Bereitschaft zur Bestechung in vielen Bereichen des Alltags ins Gewicht fällt, hat Deutschland traditionelle Korruptionsfelder: Bausektor, Parteien (Ha, kleiner Scherz!) Pharmabranche, in letzter Zeit kamen aber auch große Bestechungsfälle aus den Bereichen Müll (Köln) und Immobilien (Frankfurt/Main) an die Öffentlichkeit. Aber auch solche Fälle bezögen sich, so TI, meist auf lokale Zentren und/oder kleine Personengruppen, so dass sie weniger das Rampenlicht anzögen und deshalb die Außenansicht Deutschlands nicht beeinflussten. Weltweit gesehen scheint das Geschäft mit dem Öl besonders betroffen zu sein. Das meiste Schmiergeld klebe am Öl, sagt TI, und die meisten Ölförderländer seien in hohem Maße anfällig für Bestechungsgelder. Hier kann man aber bei genauerem Hinsehen feststellen, dass es zwischen reichen Ölstaaten und armen Ölförderländern erhebliche Unterschiede gibt, zumindest in der Wahrnehmung. Ob sich die Verstaatlichung des Ölsektors eher positiv oder negativ auswirkt, dazu habe ich nicht finden können.
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Die Zahlen von 1996 ermittelte die Uni Göttingen im Auftrag der Transparency International, die Zahlen für 2003 und 2004 entstammen den Jahresberichten von Transparancy International. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Anzahl der dem jeweiligen Ergebnis zu Grunde liegenden Untersuchungen werden im Bericht angegeben, können sich jedoch von Land zu Land unterscheiden. Insgesamt wurden die Länder nach einem Punktesystem von 0 bis 10 bewertet. Bewertet wird nicht die reale Verbreitung von Korruption, sondern die Wahrnehmung von Korruption in Politik und Verwaltung. Der Index spiegelt die Sicht einer großen Anzahl von Wirtschaftsexperten außerhalb des Landes wider. Er drückt nicht aus, was im Land selbst über Korruption gedacht wird. 0 bedeutet, daß in diesen Ländern durchgängig Korruption wahrgenommen wird - 10 dagegen steht für Länder, in denen man sie nicht bemerkt. |
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Die Vorschriften zur Informationsfreiheit bedeuten in den USA, dass ein Unternehmen, das sich erfolglos um einen Staatsauftrag beworben hat, erfährt, wer den Zuschlag zu welchen Bedingungen bekam. Für das Ölgeschäft fordert TI, dass die Regierungen die Ölgesellschaften zwingen, die Summen zu veröffentlichen, die sie den einzelnen Ländern für das Recht zur Ölförderung bezahlen. |
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Im Bericht 2003 waren es auf Platz 86 (von 133 Ländern) bei einem PCI-Index von 2,7: Mozambique. Bei 2,8 lagen 2003: Indien, Malawi und Rumänien; Bei 2,6 lagen 2003: Algerien, Madagaskar, Nicaragua, Jemen; |
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2002 lag Deutschland zusammen mit Singapur auf dem 9. Platz. |
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Die Frage zum BPI-Index lautet: "In the business sectors with which you are most familiar, please indicate how likely companies from the following countries are to pay or offer bribes to win or to retain business in this country?"
Erläuterung: |
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